„Wenn Eltern merken, dass ihre Perspektiven gehört werden, entsteht mehr Offenheit für klischeefreie Berufswege“
Der Schwerpunkt von duvia e. V. sind demokratiepädagogische Angebote, die darauf abzielen, Menschen zu empowern. Im Interview spricht Reina-Maria Nerlich darüber, wie Eltern die Berufswahl ihrer Kinder unterstützen können.
Gute Praxis: Mit Haltung, Reflexion und Konsequenz ans Ziel
Im Kita-Alter festigen sich Geschlechterklischees in den Köpfen der Kinder, einfach, weil Erwachsene sie vorleben. Die KITA Dialog gGmbH, Trägerin von sieben Kitas in Berlin, nimmt ihren Bildungsauftrag ernst und will zugunsten der Kinder klischeefrei werden – mit Hilfe der jährlichen Evaluation.
ZEIT für die Schule: Wer beeinflusst meine Berufswahl?
In Kooperation mit „ZEIT für die Schule“ hat die Servicestelle der Initiative Klischeefrei eine Unterrichtseinheit entwickelt. Das kostenlose Material verbindet Reflexion über Geschlechterklischees, Peerpressure und die Wirkung von Algorithmen mit Übungen zur selbstbestimmten Berufsorientierung.
„Wir wollen Jugendliche ermuntern, gängige Rollenklischees kritisch zu hinterfragen.“
Schirmherrin Elke Büdenbender
Die Initiative Klischeefrei macht sich für eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees stark. Büdenbender appelliert an alle, die junge Menschen bei der Berufswahl begleiten, sich der Initiative anzuschließen: „Unsere Gesellschaft muss sich auf allen Ebenen engagieren: von Einrichtungen der Frühen Bildung über Schulen, Universitäten und Berufsberatungen bis hin zu den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, damit junge Menschen den Beruf wählen können, der wirklich zu ihnen passt – frei von Geschlechterklischees.“
Der Equal Pay Day fällt in diesem Jahr auf den 27. Februar, früher als in den vergangenen Jahren. Das bedeutet: Die Entgeldlücke, die der Tag symbolisiert, verkleinerte sich. Doch der sogenannte bereinigte Gender Pay Gap liegt unverändert bei 6 Prozent. Welche Rolle spielt die Berufswahl?
Strauß & Fliege, Partnerorganisation der Initiative Klischeefrei, ist eine Agentur, die Traurednerinnen und Trauerredner ausbildet. Gründer Johann-Jakob Wulf erklärt was Klischeefreiheit für ihn bedeutet, welchen Wunsch er für mehr Klischeefreiheit hat und wie Eltern ihre Kinder unterstützen können.
Die neue BWP-Ausgabe richtet den Blick auf Fachkräftepotenziale und geht der Frage nach, was heute zu tun ist, um Potenziale besser zu erschließen. Einer der Beiträge richtet den Fokus auf geschlechtsuntypische Berufsausbildungen und ihren Herausforderungen im weiteren Erwerbsverlauf.
Die Wilhelm Büchner Hochschule (WBH) ist eine Fachhochschule in Darmstadt. Sie bietet Fernstudiengänge in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Design an. Produktmanagerin Ramona Sußbauer erklärt, warum sich die WBH in der Initiative Klischeefrei engagiert.
Die BSR setzt sich dafür ein, klassische Rollenbilder nachhaltig zu überwinden und unterrepräsentierte Gruppen zu stärken. Statt zwischen „Frauen- und Männerberufen“ zu unterscheiden, zählen bei der BSR Fähigkeiten und Fertigkeiten – unabhängig vom Geschlecht.
Klischeefreie Angebote im Bereich Berufsorientierung spielen für die Industrie- und Handelskammer Darmstadt, die die Interessen der Wirtschaft im Rhein-Main-Neckar-Gebiet vertritt, eine wichtige Rolle.
ostermeier möchte nicht nur klassisch technikbegeisterte Menschen erreichen, sondern alle, die sich für erneuerbare Energien begeistern – auch jene, denen es bisher an Mut oder schlicht an Vorbildern gefehlt hat, den Quereinstieg zu wagen.
Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle: offener Info-Abend zur genderreflektierten & diskriminierungssensiblen Bildung
Spielküche und rosa Blümchen für die einen, Werkbank und wilde Haie für die anderen, denn: „Wir lassen den Kindern die freie Wahl.“ – In Wunsch und Überzeugung sind sich die meisten einig. Doch rosa-blaue Schultüten, Geschlechtertrennung beim Kindergeburtstag und farbsortierte (Ersatz-)Kleidung in Kita oder Grundschule sprechen eine andere Sprache. Eine Online-Veranstaltung, in der diskutiert werden darf über Gene, Steinzeit und Prägung, über Werbung, Schubladendenken und Manipulation. Bitte Zweifel und Fragen mitbringen. – Input und anschließende Diskussionsrunde. Zielgruppe: für Interessierte und alle, die mit Kindern leben und arbeiten.